Schulungsunterlagen mit KI erstellen: Prompten wie ein Genie

Mitarbeiterschulungen

Individuelle, bedarfsorientierte Schulungsinhalte zu erstellen, muss nicht mühsam sein. Wir zeigen, wie Sie KI nutzen können, um diesen Prozess zu beschleunigen und Ihre Unterlagen damit interaktiver zu gestalten.

Bedarfsorientierte Inhalte prompten

Unter Entwickler:innen wird gerne gesagt, dass moderne KI-Systeme wie Praktikant:innen sind, die alle Bücher und Infos der Welt gelesen haben, aber noch nie einen Tag in ihrem Leben gearbeitet haben.

Anders gesagt: KI-Systeme können und „wissen“ sehr viel, verstehen aber nicht, wie man Arbeitsprozesse angeht. Umso wichtiger ist es, gute Anweisungen zu geben.

Je mehr Kontext wir bereitstellen, umso besser kann uns unser:e KI-Praktikant:in unterstützen.

Deswegen ist es sinnvoll, nicht nur das Thema beim Prompten von Schulungsinhalten anzugeben, sondern im Prompt auch folgende Fragen zu beantworten:

Welche Unterpunkte/Abschnitte soll die Schulung beinhalten?

Was ist das Ziel der Schulung?

Für wen ist die Schulung?

Wie soll die Schulung aufbereitet werden?

In welchem Stil soll die Schulung gehalten werden?

Gibt es Unternehmensrichtlinien, die beachtet werden müssen?

Prompt-Beispiel für eine Unterweisung

Die folgende Prompt-Struktur ist zum Beispiel eine gute Basis, um eine leicht verständliche Unterweisung mit illustrativen Beispielen erstellen zu lassen:

Erstelle eine Unterweisung über [Thema].

Inhalt: Decke die wichtigsten Aspekte ab, um eine rechtssichere Unterweisung zu gestalten: Geltungsbereich, Gefahren, Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln, Ordnung am Arbeitsplatz, Verhalten im Notfall, Verantwortung und Zuständigkeiten (mit Platzhaltertexten für die Namen der Zuständigen). Ergänze Themenbereiche falls notwendig.

Verwende als Quelle Infos von offiziellen Quellen, wie die AUVA, DGUV, Arbeitnehmerschutzgesetze etc.

Inkludiere mindestens ein passendes Beispielszenario und eine Schätzfrage in der Unterweisung. Durchsuche dafür das Internet nach spannenden Fakten zum Thema. Verwende jedes Beispiel nur einmal in der gesamten Schulung.

Zielgruppe: [Personengruppe(n), die die Unterweisung absolvieren muss/müssen]

Stil: Verwende einfache Sprache. Vermeide Nebensätze. Erkläre Begriffe kurz und plakativ mit Beispielen. Gib klare Anweisungen an die Leser:innen.

Tipp: Keine Angst vor langen Prompts! Klare Anweisungen zu schreiben ist deutlich effizienter als Nachbearbeitungen. Einmal erstellte Prompts lassen sich gut abspeichern, anpassen und wiederverwenden.

Referenzmaterialien bereitstellen

Der Prompt hilft dabei, Struktur und Stil zu definieren. Für detaillierte Anweisungen zum Inhalt sollten Sie der KI Referenzmaterialien bereitstellen.

Zum Beispiel:

  • Existierende Schulungsmaterialien

  • Betriebsanweisungen

  • Merkzettel

  • Sicherheitsdatenblätter

  • Gefährdungsbeurteilung

  • Etc.

Wenn Sie Referenzmaterialien anhängen, werden diese soweit wie möglich zur primären Informationsquelle gemacht. Sie können aber in Ihrem Prompt auch spezifizieren, wie mit den Materialien umgegangen werden soll:

  • „Beziehe Informationen ausschließlich aus den angehängten Dateien.“

  • „Leite die Unterweisungsinhalte aus der angefügten Datei „gefaehrdungsbeurteilung.pdf“ ab.“

  • „Halte dich an den Aufbau und die Zwischenüberschriften von „cybersecurity-schulung.pdf“ um die Datenschutz-Schulung zu erstellen, aber übernimm keine Inhalte.“

Bilder integrieren

Bilder erwecken Schulungsunterlagen zum Leben. In LENA können Sie beim Prompten Bilder anhängen, die in der Schulung verwendet werden sollen: Etwa die ISO-Gebots- und Verbotszeichen, Diagramme oder auch das eine oder andere Foto zur Auflockerung.

Die KI platziert die Bilder kontextsensitiv in der Schulung.

Genauso wie bei Referenzmaterialien können Sie im Prompt spezifizieren, wie die KI mit den Bildern umgehen soll, z.B.: „Nutze die Gebotszeichen im Abschnitt über PSA.“

Wenn Sie noch keine Bilder haben, können Sie die KI stattdessen anweisen, Platz für Bilder zu lassen: „Verwende Bilder um die Inhalte aufzulockern./Lasse an den passenden Stellen Platz für Gebots- und Verbotszeichen. Nutze Platzhalter, um zu indizieren, wo ein Bild/eine Grafik sein soll. Nutze dafür einen Absatz mit dem einzelnen Wort „Platzhalter“ in rot.“

Dann können Sie später nach Belieben Bilder einfügen, müssen sich aber trotzdem keine Gedanken um die Struktur machen.

Tipps für bestimmte Stile & E-Learning-Arten

Microlearning

Für kurze, gut verdauliche Lerneinheiten in einfach verständlicher Sprache:

  • „Schreibe ausschließlich kurze Sätze ohne Nebensätze.“

  • „Formuliere die Inhalte als stichworthaltige Notizen.“

  • „Inkludiere mindestens ein praktisches Beispiel, eine offene Schätzfrage, eine praktische Übung oder eine Denkaufgabe pro Seite.“

  • „Beschreibe im Intro den Ablauf dieser Online-Schulung. Teilnehmer:innen müssen sich zuerst die Texte durchlesen, können dann optional mit dem Lernmodus einen Probetest absolvieren und müssen dann den Test absolvieren. Wenn Sie den Test bestehen, erhalten Sie ein Zertifikat. Ansonsten können Sie den Test wiederholen, aber Admins können den Fehlversuch sehen.“

  • „Nutze maximal 3 Absätze pro Seite.“

LENA Kund:innen empfehlen wir, in den Prompt-Einstellungen den Umfang „Lang (8 Seiten)“ zu nutzen.

Interaktive Online-Schulungen

Definieren Sie im Prompt die Art von Interaktivität, die Sie möchten. Ein paar Ideen sind:

  • „Inkludiere mindestens eine offene Schätzfrage.“

  • „Illustriere jeden Abschnitt mit einem Beispielszenario. Nutze Positiv- und Negativbeispiele.“

  • „Inkludiere ein reales, historisches Negativbeispiel, das Schlagzeilen in einem mitteleuropäischen Land gemacht hat. Erwähne Ort, Jahr, Ursache und wie es hätte verhindert werden können.“

  • „Füge nach jeder Seite ein kurzes Lückentext-Quiz mit Multiple-Choice-Fragen ein, um die neu gelernten Inhalte zu testen.“

  • „Füge eine praktische Übung ein, die die Leser:in am Arbeitsplatz ohne großen Aufwand alleine ausprobieren kann.“

Je konkreter die Anweisungen, umso besser ist erfahrungsgemäß das Ergebnis. Strukturell kann es – je nach gewünschtem Resultat – hilfreich sein, folgende Angaben zu machen:

  • „Verteile die interaktiven Elemente auf alle Seiten.“

  • „Verwende die letzte Seite dafür, die Inhalte mit interaktiven Elementen zu wiederholen.“

  • „Verwende jeden Fakt bzw. jedes Thema nur einmal für ein interaktives Element. Wiederhole dich nicht.“

LENA Kund:innen empfehlen wir, in den Prompt-Einstellungen den Umfang „Mittel (5 Seiten)“ oder „Lang (8 Seiten)“, damit viele entsprechende Elemente Platz haben.

Instruktive Merkzettel

Um einen Merkzettel erstellen zu lassen, der die wichtigsten Infos auf einen Punkt bringt, helfen folgende Prompts und Tipps:

  • „Verwende ausschließlich Aufzählungen und Zwischenüberschriften.“

  • „Erkläre nichts, gib nur klare Anweisungen an die Leser:innen. Halte dich kurz.“

  • „Nutze Platzhaltertexte für wichtige, unternehmensspezifische Informationen, die dir nicht vorliegen (Ansprechpersonen, Sammelstellen, …).“

  • „Inkludiere nur die wichtigsten und häufigsten Punkte. Lasse komplexe Themen aus.“

  • „Vermeide Nebensätze.“

  • Um Bilder zu integrieren: „Erstelle stattdessen pro Aufzählungspunkt einen eigenen Absatz. Lasse links neben jedem Punkt Platz für ein Bild:

    [Bild] | [Aufzählungspunkt]

    [Bild] | [Aufzählungspunkt]

    [Bild] | [Aufzählungspunkt]“

Hier ist es besonders sinnvoll, Referenzmaterialien anzuhängen, die zusammengefasst werden sollen.

LENA Kund:innen empfehlen wir, in den Prompt-Einstellungen den Umfang „Lang (8 Seiten)“ zu nutzen.

Storytelling

Storytelling kann eingesetzt werden, um Schulungsinhalte spannend und nahbar zu machen. Am besten wird dieser Stil eingesetzt, um punktuell zu ergänzen.

  • „Beginne als Intro mit einer Geschichte, welche Gefahren im Alltag eines Malers auf einer Baustelle auftreten.“

  • „Erkläre Sicherheitsmaßnahmen und Gefahren ergänzend anhand von Parallelen aus dem Alltag.“

  • Falls Sie ein konkretes Erlebnis haben, weisen Sie die KI an, dieses aufzunehmen.

Es ist auch möglich, eine ganze Schulung über eine Geschichte aufzubauen. Das ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da diese Art von Schulung von den Schulungsteilnehmer:innen je nach Persönlichkeit besser oder schlechter angenommen wird. Zum Beispiel:

„Erzähle die Inhalte der Unterweisung als Geschichte im Stil von [Autor, z.B. Hans Fallada]. Hauptcharaktere der Geschichte sind [am besten zumindest zwei Charaktere mit Name, Alter, Job]. Gib der Geschichte einen Anfang, eine Wendung und ein Ende. Unterbrich die Geschichte regelmäßig, um wichtige Anweisungen und Lerninhalte zusammenzufassen.“

Minuten statt Stunden:

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Neben der automatischen Dokumentation hilft vor allem das LENA KI-Toolkit Kund:innen dabei, den Schulungsalltag effizienter zu gestalten:

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